Cleverle - Kluge KöpfeBaden-Württemberg ist das Land der Erfinder. Doch neben den bekannten Tüftlern und Entdeckern gibt es auch zahlreiche, unbekannte Cleverle, die durch ihren besonderen Einfallsreichtum auffallen. Hier finden Sie Persönlichkeiten, die erfolgreich an einem gescheiten Produkt gebastelt haben, eine kreative Dienstleistung anbieten oder sich einer besonderen Idee verschrieben haben. Wenn Sie uns jemanden empfehlen möchten oder sich selbst zu den Cleverle zählen, nehmen Sie bitte Kontakt mit uns auf. |
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Remstal-Akademie für Essen und Wein -Ehrenamtliche Initiative für Erlesenes aus dem RemstalKochwettbewerb ´Gaisburger Marsch´ - Die besten Rezepte werden in einem Buch veröffentlicht
Der Kochwettbewerb
Im großen Kochwettbewerb der Remstal-Akademie für Essen und Wein wurden die besten Rezepte für dieses in vielseitigen Variationen denkbare und gleichermaßen sättigende Gericht gesucht, wie es einst hauptsächlich samstags auf den Tisch des Hauses kam. Erste Hürde auf dem Weg zum Sieg war die Vorausscheidung, bei der alle Interessierten (Hausfrauen und –männer, Amateure und Profis) ihr für vier Personen ausgelegtes Rezept einsenden mussten. Der Kochwettbewerb – Jury lobt das beste Rezept Im großen Live-Kochfinale maßen sich dann in der Endrunde zwölf ausgewählte Teilnehmer im Hebsacker Restaurant ´Lamm´, um den besten Eintopf-Kocher zu küren. Ganz oben in der Gunst der Test-Esser landete Werner Unterberger aus Urbach, der mit einer klassischen Variante aus Rinderbrustkern, Kalbs-Tafelspitz sowie Rinder- und Mark-knochen begeisterte. Auf Platz 2 kam nach dem Urteil der hochkarätig besetzten Jury Bianca Herpich aus Winnenden; Dritter auf dem Siegertreppchen wurde Heidrun Gumpinger aus Dettenhausen mit ihrem Rezept. Wie beim letztjährigen Kochwettbewerb für die urschwäbischen Wurstknöpfle, werden die Finalteilnehmer wieder in Buchform einschließlich der Rezepte und begleitenden Weinempfehlungen vorgestellt. ![]() Eine Woche nach dem spannenden Kochfinale waren alle Liebhaber von ´Kartoffelschnitz und Spätzle´ eingeladen, sich persönlich von dem Sieger-Rezept zu überzeugen. Für einen guten Zweck und zum Pauschalpreis von 10 Euro gab es eine öffentliche Verkostung der Sieger-Eintöpfe im Gasthof ´Lamm-Hebsack´. Jörg Aschbacher, einer der drei Gründer der Remstal-Akademie, berichtet von der jüngsten Aktion, die der Schorndorfer Bürgerstiftung zu Gute kommt: „Nach einem stark nachgefragten Kochwettbewerb im Hebsacker ´Lamm´, der von der Remstal-Akademie für Essen und Wein ausgerichtet wurde, folgte jetzt die öffentliche Verkostung. Angeboten wurden das Sieger- und das Hausrezept, beide in der Lamm-Küche unter Anleitung von Patron Markus Polinski leck e r zubereitet.
Die Plätze im historischen Keller reichten bei weitem nicht aus, u
m alle Ma rsch -Fans zu verköstigen. OB Matthias Klopfer stellte sich kurzerhand ans Buffet und schöpfte z usammen mit Azubi Christian Ehmann aus , was das Zeug hielt. Schließlich galt der Ein satz der Bürgerstiftung: Der Erlös aus dem Verkauf der Getränke geht komplett an die se. Den Wein spendierte die Remstalkellerei, den Res t das Lamm. Unter den Gästen wurde neben Christel Riedel (Vorstandsmitglied Bürgerstiftu ng und Vorsitzende Schorndorfer Weiber) eine 20-köpfige Gruppe aus Stuttgart-Gaisburg gesichtet, die sozusagen namensgerecht, ge nussvoll einen Geburtstag feierte.“
Gaisburger Marsch – ein schwäbisches Traditionsgericht Die schwäbische Küche kennt viele Gerichte. Nicht wenige davon haben schon die Großeltern nach überlieferten Re zepten gekocht und gegart. Ein Anliegen der Remstal-Akademie für Essen und Wein ist es, diese wohl schmeckenden Spezialitäten der heimischen Küche zu fördern und das Interesse für sie zu wecken. Dazu gehören ´Kartoffelschnitz und Spätzle´, wie dieser Eintopf landläufig bezeichnet wird. Er ist auch als ´Gaisburger Marsch´ bekannt. Das Leibgericht der Schwaben wird keineswegs nur mit dem weithin üblichen Siedfleisch vom Rind zubereitet. Als Beilage sind ebenso Wurst, Fisch oder andere Fleischsorten denkbar. Hintergründe und Projekte der Remstal-Akademie
Die Remstal-Akademie für Essen und Wein ist eine private, unkommerzielle und ehrenamtliche Initiative, die mit Vorträgen, Podiumsdiskussionen und Aktionen den Bezug zur Region stärken will. Die Region Remstal liegt östlich von Stuttgart und reicht entlang der Bundesstraße B29 von Fellbach bis Schwäbisch Gmünd. Die Region machte in den letzten Jahren Furore durch viele ausgezeichnete Winzer. Namen wie Schnaithmann, Aldinger, Ellwanger, Heid, Haidle oder die Genossenschaften Remstalkellerei sowie die Fellbacher Weingärtner sind inzwischen deutschlandweit den Weinfreunden ein Begriff.
Die Gründer der Remstal-Akademie
![]() Im Jahr 2006 fassen die Gründer Andreas Braun, Markus Polinski und Jörg Aschbacher bei einem guten Viertele Remstal-Wein den Entschluß, die Remstal-Akademie zu gründen.Die drei bilden auch heute noch die ehrenamtliche Leitung:
Markus Polinski, Jahrgang 1965, ist Koch aus Leidenschaft und Patron des Traditionsgasthofs Lamm in Remshalden-Hebsack. Jörg Aschbacher, Jahrgang 1949, ist Medien-Profi, begleitete schon den Aufbau des Touristikvereins ´Remstal-Route´ und leitet heute das Presseamt der Stadt Schorndorf. Andreas Braun, Jahrgang 1958, ist inzwischen oberster Tourismus-Manager des Landes Baden-Württemberg und verfügt über unzählige gute Kontakte zu den Genuß-Stars des Landes.
Bewußtsein stärken für gutes Essen und Trinken
Markus Polinski erläutert im Gespräch mit Regio-Schaufenster die Ziele der Remstal-Akademie: „Wir möchten Anstöße geben und Werte vermitteln. Es geht darum, das Bewußtsein für gutes Essen und gute Weine aus dem Remstal zu schärfen, das Selbstbewußtsein zur heimischen Küche zu stärken und auch Wissen darüber zu vermitteln, ohne dabei als Lehrmeister aufzutreten.“ Wichtigstes Medium sind hierfür die Podiumsdiskussionen mit bekannten Gästen. Das Konzept und die Liebe zur Heimat führt regelmäßig Prominente wie Ulrich Kienzle oder Otto Geisel, Spitzen-Gastronom und Vorsitzender der deutschen Slowfood-Bewegung, in die Genießer-Region. Und im Anschluß an die Podiumsdiskussionen kommt auch der leibliche Genuß nicht zu kurz: Zum lockeren Plaudern werden Fingerfood und erlesene Weine gereicht.
´Wurstknöpfle´ - das erste große Projekt
Im November 2008 wird der erste Wurstknöpfle-Wettbewerb ausgerufen. Wurstknöpfle sind ein altes, urschwäbisches Schmankerl,das in den letzten Jahren ein wenig in Vergessenheit geriet. Jetzt ist jeder eingeladen, sein bestes Haus-Rezept einzuschicken. Über fünfzig Experten - vom zarten Nachwuchstalent im Teenageralter bis hin zur küchenerprobten Hausfrau – folgen der Einladung und schreiben ihr Lieblingsrezept nieder. Den obersten Platz auf dem Siegertreppchen erkocht sich dann im Live-Finale unter den strengen Augen der 12-köpfigen Jury die Remshalderin Regina Trapp.
![]() Als Zutaten für ihre Wurstknöpfle nimmt die Siegerin Regina Trapp:
Laugen- und Tafelbrötchen, Sahne, Zwiebeln, Schinkenwurst, Lauch, Petersilie, Butter, Eier, Mehl, Kürbis-, Spinat- und Tomatenmus und schmeckt den Teig ab mit Salz, Pfeffer und Muskatnuß. ![]() Die genaue Mischung des Sieger-Rezepts sowie die besten anderen Rezepte erscheinen im Frühjahr 2009 in dem handlichen Büchlein ´Wurstknöpfle – die besten Rezepte für eine fast vergessene Leibspeise´. Die Resonanz auf das Buch übertrifft alle Erwartungen: Schon wenige Monate nach Erscheinen wird die dritte Auflage (erscheint im Hampp-Verlag und kostet 10 Euro) gedruckt.
Wurstknöpfle live erleben
Wer sich auf die Spuren der Wurstknöpfle setzen und das Traditionsgericht in Top-Qualität probieren will, wird hier fündig: In den gemütlichen Restaurant-Stuben vom Lamm-Hebsack stehen die Wurstknöpfle regelmäßig auf der Speisekarte. Als leckeres kleines Regional-Gericht für rund 8 Euro, begleitet von einem leichten Kartoffel-Gurkensalat, garniert mit gebratenen Zwiebelchen.
Und Daniel Hasert, Restaurantleiter im Lamm und ausgezeichnet mit dem Titel als bester Jung-Sommelier Deutschlands, kann dazu bestens einen passenden Wein empfehlen.
Unser Urteil:
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